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Neues aus unserem Institut und unserer Stadt

Was gibt es Neues im Klotz Beerdigungs-Institut? Wie entwickelt sich die Bestattungs­kultur in Hamburg, Deutschland und der Welt – hier halten wir Sie auf dem Laufenden!

Beratungsgespräch im Beerdigungs-Institut Klotz in Schenefeld
Sargschmuck wird für Trauerfeier hergerichtet
30 Fragen rund um den Tod
Was ist ein „guter“ Tod? Gibt es so etwas überhaupt? Kann man sich auf den Tod vorbereiten? Gibt es etwas, das Sie unbedingt noch tun möchten, bevor Sie sterben? Lesen Sie hier 30 Fragen zum Thema Tod, über die jeder von uns einmal nachdenken sollte.

Es gibt unzählige Anbieter von Fragelisten und Fragekartenspielen, um sich innerhalb der Familie, unter Freunden oder in der Partnerschaft besser kennenzulernen. Richtig spannend wird es nun mit den folgenden Fragen, die sich alle um ein Thema drehen, das wirklich jeden von uns betrifft: Der Tod. Ganz nach dem Motto „Einfach mal drüber reden“.

  1. Was fühlen Sie als erstes, wenn Sie an den Tod denken?
  2. Wie denken Sie überhaupt über den Tod?
  3. Ist es möglich, sich mit der eigenen Endlichkeit zu arrangieren?
  4. Pflegen wir in unserer Gesellschaft einen „guten“ Umgang mit dem Sterben und dem Tod?
  5. Was kommt nach dem Tod?
  6. Gibt es den Himmel? Und dann vielleicht auch die Hölle?
  7. Wie gehen eigentlich andere Kulturen mit dem Tod um?
  8. Was bleibt von uns Menschen, wenn wir sterben?
  9. Was ist ein „guter“ Tod? Gibt es so etwas überhaupt?
  10. In welcher Form ist Ihnen der Tod schon einmal begegnet?
  11. Kann man sich auf den Tod vorbereiten?
  12. Wie denken wohl Kinder über den Tod?
  13. Können Kinder besser oder schlechter als Erwachsene mit dem Tod umgehen?
  14. Wen kennen Sie, der tagtäglich mit dem Tod zu tun hat?
  15. Haben Sie schon einmal einen Verstorbenen gesehen?
  16. Was denken Sie über Sterbehilfe?
  17. Gibt es etwas, was Sie unbedingt noch tun möchten, bevor Sie sterben?
  18. Was möchten Sie hinterlassen, wenn Sie gehen?
  19. Was tun sie als erstes, wenn Sie mit einem Todesfall konfrontiert sind?
  20. Haben Sie schon einmal einen nahestehenden Menschen verloren? Wie ging es Ihnen damit?
  21. Wie können Menschen „gut“ mit Trauer umgehen?
  22. Haben Sie schon einmal einen trauernden Menschen getröstet? Wie war das für Sie?
  23. Was gehört für Sie zu einer Beerdigung unbedingt dazu?
  24. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was „Abschied nehmen“ für Sie heißt?
  25. Wie möchten Sie selbst einmal bestattet werden?
  26. Gibt es etwas, was Sie auf gar keinen Fall möchten, wenn Sie beerdigt werden?
  27. Haben Sie schon einmal mit jemanden über den Tod oder gar Ihren eigenen Tod gesprochen?
  28. Was wünschen Sie sich für Ihre Familie oder Freunde, wenn Sie sterben?
  29. Haben Sie schon einmal daran gedacht, für Ihren eigenen Todesfall (finanziell) vorzusorgen?
  30. Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Was würden Sie sich für Ihr Lebensende wünschen?

Autorin:
Stephanie Tamm
Foto:
pixabay.com/kidstory

Leichenschmaus, Trauermahl & Trosttrunk
Schon die Alten Griechen und Römer kannten entsprechende Bräuche. Christen und Juden, Arm und Reich pflegten sie weiter: Ist ein Todesfall zu beklagen, finden sich die Trauernden zu einem gemeinsamen Mahl zusammen. Aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Ein Trauerfall zehrt an den Kräften der nächsten Angehörigen. Psychisch, aber auch rein körperlich. Durch die vorangegangene Pflege des Sterbenden. Durch Appetitlosigkeit oder rituelles Fasten nach dem Verlust eines geliebten Menschen. Durch die veränderte Lebenssituation oder ganz konkret die Vorbereitung des Begräbnisses.

So war es lange vielerorts Brauch, dass nach Ablauf einer gebotenen Schonfrist Nachbarn und Bekannte ins Trauerhaus kamen, um der Familie Stärkung zu bringen. Speisen und Getränke, die ältere Wörterbücher als Trostmahl oder Trosttrunk verzeichnen.

Gemeinschaftliches Kräftesammeln

Etwas anders stehen die Vorzeichen beim sogenannten „Leichenschmaus“, dem gemeinsamen Mahl im Anschluss an Trauerfeier und Beisetzung. Die Hinterbliebenen laden hierzu in der Regel die Familie sowie enge Freunde des Verblichenen ein. Die dringendsten organisatorischen und auch repräsentativen Pflichten sind vollbracht, die Anspannung fällt ab. In gelockerter Atmosphäre erinnert man sich an zurückliegende Momente und geht zugleich erste Schritte zurück in den Alltag.

Das Wort „Leichenschmaus“ gilt dabei heute vielen als ebenso abschreckend wie die Redensart der „schönen Leich“. Heute sprechen wir hochdeutsch vom „Trauerkaffee“ oder „Trauermahl“. Wie bei vielen Bräuchen, die in unterschiedlichen Gegenden sehr unterschiedlich gelebt werden, haben sich nebenher allerdings auch zahlreiche regionale Bezeichnungen gehalten: So verzeichnet der Wikipedia-Artikel unter anderem „Flannerts“, „Leidessen“, „Leichenmahl“, „Raue“, „Trauerbrot“ und „Tröster“; „Reuessen“, „Leichenims“ und „Kremess“.

Zurück ins Leben

Auch wenn das Essen inzwischen meist in Restaurants oder Cafés eingenommen wird, verbietet sich eine Teilnahme ohne explizite Einladung, die in der Regel mit der Einladung zur Trauerfeier erfolgt. Die geschlossene Gesellschaft bietet der Familie einen Schutzraum, auch finanziell.

War es in früheren Zeiten nicht unüblich, den Gästen bessere Speisen zu servieren, als man sich allgemein selbst leistete, werden heute je nach Tages- und Jahreszeit meist einfache Suppen oder Blechkuchen gereicht. Im Mittelpunkt steht nicht das opulente Mahl, sondern das Miteinander. Vergessen wir nicht, dass der Leichenschmaus heute, da viele von uns zu Arbeitsnomaden geworden sind, zu den wenigen Gelegenheiten gehört, noch einmal die ganze Familie zusammenzubringen.

Sabine Fett

Bild:
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